Lucky 31: fünf Auswahlen, 31 Wetten, ein Gesamteinsatz

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Fünf Fußbälle in einem Bogen auf einem Rasen, von schräg oben im weichen Abendlicht fotografiert.
Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind.

Die Lucky 31 sieht aus wie ein Tipp mit fünf Kreuzen. Sie ist keiner. Wer fünf Auswahlen auf einem Wettschein als Full-Cover-System ankreuzt, platziert 31 Wetten gleichzeitig, und der Betrag, den der Anbieter von der Kasse abbucht, ist der Teileinsatz mal einunddreißig. Ein Schein mit 1 € pro Wette sind also 31 € — für dieselben fünf Meinungen, die als Kombiwette 1 € gekostet hätten. Das ist der ganze Kern dieses Formats, und fast alles, was danach kommt, hängt daran.

Die Webseiten der Anbieter erwähnen das gern in einer Fußnote. Die Grundregel lautet: eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette über fünf Auswahlen, in der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Wer die Kosten nicht vor dem Klick auf „Wette platzieren“ nachrechnet, merkt sie erst auf dem Kontoauszug.

Es gibt dabei nicht den einen richtigen Weg. Wer sein Wochenbudget in einem Schein versenkt, spielt ein anderes Spiel als derjenige, der fünf Einzelwetten getrennt abgibt oder eine Kombiwette wählt. Deshalb geht es auf dieser Seite um die Wahl zwischen den Wegen: welche Anbieter Systemwetten mit Einzelwetten überhaupt führen, welche nur Kombiwetten erlauben, welche den Quotenabschlag auf den Gewinn aufschlagen und welche nicht.

Wie die Lucky 31 aufgebaut ist

Fünf Auswahlen lassen sich auf 31 verschiedene Arten kombinieren. Das ist keine Designentscheidung eines Buchmachers, sondern Mathematik: jede der fünf Auswahlen kann in einer Kombination stehen oder nicht, das ergibt zwei hoch fünf Möglichkeiten, eine davon ist die leere Menge. Bleiben 31 Wetten, und sie verteilen sich so:

Ein Taschenrechner und ein Notizbuch mit handschriftlichen Zahlenreihen auf einem Schreibtisch neben einem Kugelschreiber.
Laut der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten (Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen).

Die Einzelwetten sind der Unterschied zur Kombiwette, die nur den letzten Posten dieser Liste kennt. Sie sind auch der Grund, warum die Lucky 31 mehr kostet und mehr zurückgibt: Ein Schein mit fünf Treffern und einem Fehler zahlt bei der reinen Kombiwette null, bei der Lucky 31 dagegen alles aus, was sich aus den vier richtigen Auswahlen noch bilden lässt. Das ist der eigentliche Reiz des Formats und gleichzeitig der Punkt, an dem die Rechnung kippt, denn bei einem einzigen Treffer aus fünf bleiben nur eine Einzelwette und kein einziges Doppel übrig.

Was ODDSET unter dem System „ALL“ führt

Der deutsche Anbieter ODDSET führt genau diese Rechnung in seiner eigenen Systemtabelle. Dort ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten — Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammengenommen. Die Bezeichnung „ALL“ ist der Name, unter dem das volle Full-Cover-System im deutschen Wettprogramm läuft; wer bei einem anderen Anbieter nach der Lucky 31 sucht, findet sie unter demselben Bauplan, nur unter anderem Namen.

Ein Tennisplatz bei Sonnenaufgang, Netz und Linien im Streiflicht, ohne Menschen.
Der Höchstgewinn bei Wettarena kann laut AGB bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche betragen; ohne Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden.

Was ein Lucky-31-Schein tatsächlich zurückzahlt

Ein Beispiel, ausdrücklich illustrativ und kein Angebot: drei fiktive Auswahlen zu Quoten von 1,50, 2,00 und 2,50, Teileinsatz 1 € pro Wette. Eine Einzelwette zu 1,50 bringt 1,50 € zurück, also 0,50 € Gewinn. Eine zu 2,00 bringt 2,00 € zurück, eine zu 2,50 bringt 2,50 €. Ein Doppel aus zwei Quoten multipliziert sich zu einem Preis, der beide Einsätze zusammenführt: 1,50 × 2,00 ergibt 3,00, 1,50 × 2,50 ergibt 3,75, 2,00 × 2,50 ergibt 5,00, und aus den drei Quoten zusammen wird ein Dreier zu 7,50. Bei 1 € pro Wette stehen diesen Rückzahlungen 7 € Einsatz gegenüber — fünf Einzelwetten und zwei Doppel und ein Dreier, bei fünf Auswahlen wären es 31 €.

Der Gewinn daraus ist eine Bandbreite, keine feste Größe, und sie hängt an einer Bedingung: sie gilt nur, wenn mehrere Auswahlen gleichzeitig treffen. Ein Treffer allein reicht für eine einzige Einzelwette, und dann liegt die Rückzahlung unter dem Einsatz. Je mehr Auswahlen richtig sind, desto stärker greifen die Doppel, Dreier und Vierer, weil in ihnen mehrere Quoten aufeinandertreffen.

Der Quotenschlüssel steht vor allem anderen

Diese Rückzahlungen sind Bruttowerte vor dem Schlüssel des Anbieters. Der Quotenschlüssel, von den Anbietern auch Auszahlungsquote genannt, ist der Anteil aller Einsätze eines Marktes, den dieser Markt zurückgibt; er ergibt sich aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes, und der Abschlag ist 100 % minus diesem Wert. Bei drei Quoten von 2,10 für beide Seiten eines Dreier-Wegs bleiben vom Einsatz rechnerisch rund 95 Cent in der Auszahlung — der Rest ist der Preis der Buchmacherdienstleistung, und er fällt bei jedem einzelnen der 31 Wetten an, nicht einmal am Schein.

Welche Systemwetten die zehn geprüften Anbieter führen

Die geprüfte Auswahl umfasst zehn Marken mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Ob eine davon eine Lucky 31 in ihrem Wettprogramm anbietet, ist keine Frage der Erlaubnis und auch keine, die sich aus dem Markennamen ableiten ließe — es ist eine Produktfrage, die jedes Haus für sich entscheidet. Eine Lucky 31 als Systemwette ohne Cash Out wäre für den einen Spielertyp die richtige Wahl; wer mitten im laufenden Schein aussteigen will, braucht einen Anbieter, der die Option auf Systemwetten überhaupt zulässt. Das schließt sich nicht aus, aber es führt zu unterschiedlichen Häusern.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
MERKUR BETS gelistet, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Wettarena gelistet, I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
bwin gelistet, bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
AdmiralBet gelistet, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
LeoVegas gelistet, LVSports Limited 21.10.2024
Sportingbet gelistet, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico gelistet, Tipico Co. Limited 09.10.2020
Betway gelistet, Betway Limited 09.03.2021
ODDSET gelistet, Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet365 gelistet, Hillside (Europe) ENC 09.10.2020

Die Staffelung der Daten fällt auf: acht der zehn Marken erhielten ihre erste Erlaubnis in den ersten Monaten des regulierten Marktes ab Oktober 2020 oder kurz danach, während MERKUR BETS erst im November 2023 dazukam und LeoVegas im Oktober 2024. Ein junges Datum ist kein Makel — es sagt nur, dass das Haus in der Anfangszeit des legalen Marktes nicht dabei war und seine Erfahrung mit dem deutschen Regelwerk entsprechend kürzer ist. Für einen Spieler, der Systemwetten über mehrere Jahre gespielt hat, ist das der einzige Punkt in dieser Spalte, der wirklich etwas über den Anbieter aussagt.

MERKUR BETS: Kombi-Aktion mit Systembruch

Die Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS läuft seit dem 06.11.2023, Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited. Der Club des Hauses ist der interessanteste Posten in dieser Auswahl, und er ist gleichzeitig der beste Beweis dafür, dass eine Lucky 31 nicht überall willkommen ist: ausgeschüttet wurde die Gratiswette für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00, bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 €, jeweils am Montag der Folgewoche, und die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025. Wer eine Lucky 31 mit ihren Einzel- und Doppelwetten spielt, erfüllt die Bedingung „Kombiwette“ nicht — die Aktionswette war eine andere Bauform.

25 € Wocheneinsatz für 5 € Gratiswette klingt nach einem guten Tausch. Es ist einer, wenn der Wochenumsatz ohnehin anfällt; wer die 25 € erst wegen der Gratiswette zusammenbringt, hat 25 € für 5 € in der Hand, und dasselbe Geld hätte als normale Wette einen größeren Hebel. Die Aktionsfrist ist abgelaufen, die Mechanik bleibt lesenswert: ein Haus, das Kombiwetten bewirbt, meint damit genau die Kombiwette und nicht das System, das dieselben fünf Tipps vollständig abdeckt. Diese Unterscheidung gehört bei jedem Anbieter vor das erste Kreuz.

Wettarena: Erlaubnis seit der ersten Stunde, harte Gewinndeckel

Die I.B.C. Sportsbetting Limited ist seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist geführt, eine Folgeerlaubnis datiert vom 15.12.2022. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht der Höchstgewinn: bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche. Wer ohne Kundenkonto spielt, kann Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt bekommen.

Die zweite Zahl ist die interessantere. Ein Limit von 250.000 € je Wettschein berührt kaum jemanden, die 1.999,99 € für Kunden ohne Konto dagegen treffen genau den Spieler, der das volle Erfassungsverfahren vermeiden will. Das System, das den ganzen Reiz aus dem Multiplikator zieht, braucht einen hohen Gewinn, um sich zu lohnen; wenn die Auszahlung an einem Konto hängt, ist das Konto die Voraussetzung für die Auszahlung und nicht die Registrierung eine Formalie.

bwin: Kombi-Boost und Cashout, aber Achtung beim System

bwin (Deutschland) Limited hält die Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Die App, angeboten von der bwin.party entertainment Limited, nennt in ihrer eigenen Beschreibung Cashout — manuell und automatisch —, Live-Streams, Live-Statistiken, einen Kombi-Boost und einen Quoten-Boost.

Der Kombi-Boost zahlt auf Kombinationen und nicht auf die gewachsene Zahl der Scheine, die eine Lucky 31 erzeugt. Wichtiger ist der Cashout, der automatische eingeschlossen: er ist der Ausweg aus einem Schein, der schon vor dem letzten Spiel verloren aussieht, und ein Ausweg, den nur der Anbieter öffnen kann, der ihn in den eigenen Regeln vorsieht. Ob er auch für Systemwetten greift, steht bei bwin nicht in der App-Beschreibung, und das ist die eine Frage, die man vorher am Wettschein selbst klären sollte.

AdmiralBet: Erlaubnis für Sport und für Automaten, zwei getrennte Dinge

Erlaubnisinhaberin für AdmiralBet ist die Greentube Betting Malta Limited, Sportwetten seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf dem Schwesterschlüssel des Hauses besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Dass beide Erlaubnisse unter derselben Betreiberin stehen, ist der Punkt, der hier eine Warnung verdient. Eine Sportwetten-Erlaubnis und eine Automatenspiel-Erlaubnis sind zwei verschiedene Papiere mit zwei verschiedenen Regeln. Wer sein Wettkonto als Sportspieler führt, sollte den Spielebereich nicht als Teil derselben Sache behandeln — das Spielbudget und das Wettbudget gehören getrennt, und das ist keine Moral, sondern die einzige Methode, mit der man den eigenen Monatsrahmen überblickt.

LeoVegas: jung im Sport, spät auf der Whitelist

LeoVegas wird für den Sportbetrieb von der LVSports Limited geführt, und die Erlaubnis für Sportwetten datiert vom 21.10.2024; die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist älter und stammt vom 27.02.2023. Bemerkenswert ist die Reihenfolge: das Haus war im Spielbereich länger auf dem deutschen Markt als im Sport.

Was daraus folgt, ist keine Wertung der Sportwetten, sondern eine Erwartung an die Tiefe des Programms. Ein Sportbuch, das zwei Jahre jünger ist als der Spielebereich, hat weniger Zeit gehabt, seine Märkte zu pflegen. Wer die Lucky 31 nicht als Bauform, sondern als Produkt sucht, prüft bei einem solchen Anbieter zuerst, ob Systemwetten überhaupt geführt werden, und erst danach, zu welchen Quoten.

Sportingbet: fünf Prozent, die auf dem Gewinn liegen

Sportingbet (Deutschland) Limited ist seit dem 09.10.2020 gelistet, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Die eigenen Wettregeln sind bei diesem Anbieter der wichtigste Text, und zwar wegen der Steuerregelung: dort steht eine Steuer von „5% des Wetteinsatzes“ nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, und bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen 5 % des Bruttogewinns — also des Betrags aus Einsatz mal Quote — vom Gewinn ein.

Wer zehn Scheine spielt, wird von einer solchen Regel unterschiedlich getroffen. Die zweite Variante, fünf Prozent vom Bruttogewinn, trifft den Gewinner und lässt den Verlierer in Ruhe; über viele Wetten hinweg ist das der Abschlag, der sich in der Bilanz zeigt. Auf einen Lucky-31-Schein mit 31 Einzelabrechnungen wirkt er pro Wette, nicht pro Schein, und bei den größeren Kombinationen ist der abgezogene Betrag entsprechend größer.

Cash Out ist bei Sportingbet nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei Wetten, die als FreeBet abgeschlossen wurden; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach der Wettauswertung gutgeschrieben. Das ist die klarste Aussage zum Thema in der ganzen geprüften Auswahl: wer eine Lucky 31 spielt, gibt den Ausweg an genau der Stelle auf, an der er am teuersten wäre — mitten im laufenden Schein mit 31 offenen Wetten.

Bei den Höchstgewinnen setzt Sportingbet 100.000 € pro Sportwette an; innerhalb von sieben Tagen gilt eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze, darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Eine Grenze pro Sportwette statt pro Schein ist bei einer Lucky 31 eine spürbar andere Rechnung, denn der Schein trägt 31 Wetten und damit bis zu 31 einzelne Höchstgrenzen.

Tipico: maltesische Struktur, seit 2020 dabei

Die Erlaubnis für Tipico läuft seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 09.12.2022; Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet.

Eine GmbH-Struktur hinter einer Marke, die deutsche Kunden bedient, ist der Normalfall auf der Whitelist und kein Hinweis auf einen fehlenden Rechtsschutz: die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder bindet den Inhaber an das deutsche Regelwerk einschließlich des Einzahlungslimits und des Sperrsystems. Der Sitz entscheidet über die Steuerbilanz des Unternehmens, nicht über die Rechte des Spielers.

Betway: Teil-Cashout und ein Wettkonfigurator mit Kombinationslogik

Für Betway hält die Betway Limited die Erlaubnis seit dem 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Der Cashout erscheint in der App als grünes Symbol unter „Meine Wetten“, und der Wert der Wette wird dort angezeigt; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Der Wettkonfigurator für Fußballspiele kombiniert unter dem Namen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Der Teil-Cashout ist für Systemspieler die interessantere Hälfte dieses Angebots. Wer eine Lucky 31 führt und einen Teil des Risikos herausnehmen möchte, während die anderen Wetten weiterlaufen, braucht genau diese Funktion. Und der Konfigurator+ liefert dasselbe Material, das eine Lucky 31 braucht: fünf Auswahlen aus fünf verschiedenen Partien, vorgeprüft auf Kombinierbarkeit.

ODDSET: die Systemtabelle als Fundament und ein Quotenabschlag

ODDSET, betrieben von der Oddset Sportwetten GmbH, ist seit dem 18.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis gelistet, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Es ist der einzige Anbieter dieser Auswahl, dessen eigener Systemtabelle sich die 31 Wetten direkt entnehmen lassen — siehe den Abschnitt „Wie die Lucky 31 aufgebaut ist“. Was die Systemtabelle zeigt, ist der Bauplan der Lucky 31 in der Fassung eines deutschen Anbieters.

Auf der Auszahlungsseite erhebt ODDSET laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette — den Quotenabschlag. Nach diesem Abzug ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Kein Anbieter der Auswahl ist transparenter über diesen Punkt, und keiner macht ihn dem Spieler so leicht, ihn zu übersehen. Fünf Prozent vom Bruttogewinn klingen nach einer Kleinigkeit, bis man die Bruttogewinne einer Fünferkombination ansieht.

bet365: Boosts, die an Bedingungen hängen

Die Hillside (Europe) ENC hält die Erlaubnis für bet365 seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Auf dem deutschen Auftritt bietet das Haus einen Boost für den Wetten-Konfigurator bei drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, dazu einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt.

Die Bedingung ist die Nachricht: drei Auswahlen und eine kombinierte Quote von mindestens 2,00 beschreiben eine Wette, die in einer Lucky 31 zwar enthalten ist, aber nur einen Bruchteil der 31 Posten ausmacht. Der Boost belohnt damit genau die Kombinationsform, die der Systemspieler schon bezahlt hat — und nicht die vielen Einzel- und Doppelwetten, aus denen sein Schein überwiegend besteht.

Zwei Wege, die sich ausschließen — und die Frage, wer welchen nimmt

Die zehn Anbieter unterscheiden sich weniger in der Erlaubnis als in der Art, wie sie mit System-, Kombi- und Einzelwetten umgehen, und daraus ergeben sich zwei Gruppen. Cashewn bei Sportingbet nach dessen eigenen Geschäftsbedingungen nur Einzel- und Kombiwetten, nicht Systemwetten; auch Winamax, nicht im Feld der geprüften Marken, schließt Systemwetten und mit Freebets platzierte Wetten aus, ebenso Torschützen- und Langzeitwetten. bwin und bpremium wiederum werben mit Cashout auf Einzel- und Kombiwetten. Eine Lucky 31 und ein vorzeitiger Ausstieg aus dem laufenden Schein sind damit in der Praxis zwei verschiedene Produkte, und wer beides will, entscheidet sich gegen eines von beiden.

Der zweite Weg führt über die Gratiswetten, und auch dort schließen sich Bauformen aus. Bei bpremium werden Bonusgewinne aus Sportwetten laut den Nutzungsbedingungen erst ausgezahlt, nachdem das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung umgesetzt wurde, bei Dezimalquoten ab 1,7, und Angebote sind nur einmal nutzbar. Bei Winamax verdoppelt das Willkommensangebot die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets; die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Sportwetten ist dagegen der Sonderfall, der die Nische ausmacht: das Haus bewirbt sein Willkommensangebot als kostenlose Sportwette ohne Wettsteuer und rechnet die 5 % nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes in sein Angebot ein.

Winamax macht denselben Punkt auf der Quotenseite und belegt ihn: im Footer der Website steht „0% Wettsteuer und die besten Quoten“, gestützt auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. 45 % ist die Mehrheit knapp verfehlt und die Hälfte fast erreicht. Der Rest der Spiele verteilt sich auf andere Anbieter, und bei genauen Quotenunterschieden bleibt die Differenz oft unter dem Abschlag, den die Steuer ausmacht.

Der Cashout bei Winamax ist ein weiterer Beleg für die Trennlinie: er erlaubt die vollständige oder teilweise vorzeitige Beendigung einer Wette, aber nach den eigenen Angaben des Anbieters nur bei Einzel-, Kombi- und MyMatch-Wetten — nicht bei Torschützenwetten, Systemwetten, Langzeitwetten und nicht bei mit Freebets platzierten Wetten. Ausgezahlt wird der Betrag erst, nachdem alle Auswahlen der Wette beendet sind.

Was ein Freebet in der Lucky 31 wirklich wert ist

Wer sein Wettbudget über eine Gratiswette aufbaut, muss deren Wert kennen, und der ist kleiner als der aufgedruckte Betrag. Bei einer Gratiswette, deren Einsatz nicht mit ausgezahlt wird, ist der durchschnittliche Wert das Produkt aus Gratisbetrag, dem Faktor Quote minus eins geteilt durch Quote, und dem Quotenschlüssel des Marktes. Für eine Gratiswette über 5 € bei einer Quote von 2,00 in einem Markt mit 95 % Quotenschlüssel ergibt das rund 2,38 € — nicht 5 € und nicht 10 €. Eine Lucky 31 mit ihren 31 Abrechnungen hat für eine Gratiswette keinen Platz mehr, weil Systemwetten bei den Häusern, die es genau regeln, ausdrücklich ausgeschlossen sind.

Die deutsche Erlaubnis: woran ein Spieler sie erkennt

Reguliert wird der deutsche Sportwettenmarkt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Absatz 1 Nummer 3 und § 27f Absatz 1, sie überwacht und sie verhängt Bußgelder nach § 28a; die Steuer ist Sache des Finanzamts und nicht der Behörde.

Die Whitelist nach § 9 Absatz 8 ist der einzige gültige Nachweis einer Erlaubnis. Eine Domain auf .de beweist für sich genommen nichts, und die Whitelist führt nur die Domain, die unter der jeweiligen Erlaubnis steht: eine Erlaubnis für Automatenspiele, Poker oder Casino sagt nichts über das Sportwettenangebot desselben Halters aus. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge — 27 Halter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Halter ausschließlich für Pferdewetten. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Absatz 1; die Whitelist zeigt nur das Erteilungsdatum und kein Enddatum.

Wer die Nummer selbst nachprüfen will, findet sie in der Whitelist-Übersicht der Behörde: dort steht der Name des Erlaubnisinhabers neben der Domain, und ein Blick auf die Spalte des Sportwettenangebots entscheidet die Frage in Sekunden. Das ist der einzige Test, der vor einem Irrtum schützt, und er ist kostenlos.

Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Erlaubt sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Begebenheiten darin, als Einzel- oder Kombinationswette nach § 21 Absatz 1, und nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat; maßgeblich ist das Sportwettprogramm nach § 21 Absatz 5. Live-Wetten nach § 21 Absatz 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind: das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nein. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung nach § 21 Absatz 1a; Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Zum E-Sport stellt die Behörde fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind, da E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Höchstgrenze für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Diese Regeln treffen jede Bauform gleich. Sie sagen nichts darüber, ob eine Lucky 31 erlaubt ist — das ist sie, weil sie eine Kombinationswette aus zugelassenen Wettarten ist —, sondern nur, welche Auswahlen sich überhaupt verbinden lassen. Wer in Deutschland einen Schein aus fünf Live-Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis bauen will, wird ihn nicht bauen können, ganz gleich, welches System er wählt.

Wo die Erlaubnis endet und was daneben gilt

Wer Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Absatz 1. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten — im September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang Platincasino. Ausländische Seiten sind weder an das Sperrsystem OASIS noch an die Limitdatei LUGAS angeschlossen, was auf den ersten Blick nach Freiheit aussieht und auf den zweiten bedeutet, dass die Grenzen, die den Spieler schützen sollen, dort nicht greifen.

Strafrechtlich steht das Veranstalten nach § 284 des Strafgesetzbuchs bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt, und daraus wird hier weder eine Erlaubnis noch eine Drohung. Zivilgerichte haben mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt beim Europäischen Gerichtshof: der Bundesgerichtshof hat ihm am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, wobei der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch ist damit nicht versprochen.

Lizenziert heißt nicht ohne Grenzen

Die Kehrseite der Erlaubnis ist, dass sie den Spieler bindet und nicht nur den Anbieter. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, ein Konto pro Anbieter ist vorgeschrieben, und die vollständige Verifizierung gehört dazu; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das Standard-Einzahlungslimit nach § 6c Absatz 1 beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt; ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler auf nachweisbaren Beleg seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein höheres Limit setzen — eine Selbstauskunft genügt nicht —, bis zu 10.000 € und für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler 10.000 bis 30.000 €. Herabsetzungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei untersagt.

Ein Zahlungsverkehr ist nur über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich, anonyme Zahlungsmittel sind nach § 6b Absatz 4 nicht erlaubt — der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettbetrieb heraushält. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; nach Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % des Betrags, der als Einsatz gezahlt wird, vermindert um die Steuer selbst, nach §§ 17 und 18 — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie schuldet der Veranstalter der Wette und nicht der Wettende, nach § 19. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, entscheidet der Anbieter; aus den eigenen Bedingungen nennen lässt sich das nur für einen benannten Anbieter, und es ist ausdrücklich nicht 5,3 % des Einsatzes.

Bei einem System wie der Lucky 31 mit ihrem einunddreißigfachen Teileinsatz verschiebt sich die Wirkung: die Steuer fällt auf den Betrag an, der überhaupt als Einsatz gezahlt wird, und der ist hier ein Vielfaches dessen, was eine Kombiwette auf dieselben fünf Tipps kostet. Die Steuer trifft ausdrücklich auch unerlaubte Anbieter — eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Werbung, Werbepausen und was sie nicht regeln

Werbung für Sportwetten dürfen nur Erlaubnisinhaber machen, nach § 5 Absatz 7. Die Sperrzeit zwischen 6:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Absatz 3 Satz 1 gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten; für Sportwetten gilt ein anderes Verbot: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach § 5 Absatz 3 und 6. Einen Paragrafen, der Sportwetten-Boni deckelt, kennt der Glücksspielstaatsvertrag nicht: Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Ein Kontingent, das an der Bauform hängt

Dass eine Lucky 31 ins Geld geht, ist keine Nebenbemerkung, sondern der Grund, warum das Format überhaupt in die Nähe der Einzahlungsgrenze kommt. Fünf Auswahlen zu je 1 € Teileinsatz bedeuten 31 € Gesamteinsatz — für einen Monatsrahmen von 1.000 € sind das etwas mehr als drei Prozent in einem einzigen Schein. Wer drei solcher Scheine in der Woche spielt, steuert auf rund 370 € im Monat zu, ohne dass eine einzige Wette über 5 € Teileinsatz hinausgeht. Das ist die Falle, die ein Budget in kleinen Häppchen frisst: die einzelne Wette sieht harmlos aus, der Schein nicht.

Der Rahmen dafür ist gesetzlich gesetzt und nicht verhandelbar: das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle lizenzierten Anbieter hinweg, über LUGAS abgeglichen. Wer die Lucky 31 als Wochenroutine plant, sollte rechnen statt schätzen, und dabei den Gesamteinsatz nehmen und nicht den Teileinsatz. Wer sein Limit freiwillig tiefer setzt, senkt es sofort und erhöht es erst nach sieben Tagen — eine Sperre, die genau dem Impuls gilt, der sie nötig macht.

OASIS, Panikbutton und Auszahlung im Ernstfall

Das Sperrsystem OASIS nach §§ 8 und 8a ist das bundesweite Sperrregister und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich mit einer selbst genannten Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne Angabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Absatz 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beides sind Werkzeuge, die nur die lizenzierten Anbieter anbinden — der Kontakt zu einem ausländischen Anbieter läuft an diesen Dateien vorbei, und wer sich dort sperren will, muss sich an das Haus selbst wenden.

Für einen Systemspieler ist der Panikbutton die relevanteste Einrichtung, weil die lange Laufzeit eines Scheins das Aussteigen schwierig macht. Wer merkt, dass ein Schein ihn über die Nacht beschäftigt, hat über eine gesperrte Woche mehr gewonnen als über einen Cashout. Und der Panikbutton kostet nichts: er liegt innerhalb des Systems, das jeden lizenzierten Anbieter bindet.

Worauf ein Spieler vor dem ersten Lucky-31-Schein schaut

Die wichtigste Vorabfrage ist nicht die Quote und auch nicht der Bonus, sondern die Form. Welche Bauformen der Anbieter in sein Sportwettprogramm aufnimmt, steht in seinem eigenen Angebot, und die Systemtabelle ist die Stelle, an der sich das ablesen lässt. ODDSET führt sie unter dem System „ALL“; wer bei einem anderen Haus sucht, sucht nach derselben Rechnung.

Die zweite Frage betrifft die Obergrenzen. Ein Höchstgewinn pro Wettschein und ein Höchstgewinn pro Sportwette führen bei 31 Wetten zu verschiedenen Ergebnissen, und ein Limit, das an ein Kundenkonto gebunden ist, entscheidet vorab über die Auszahlung. Die dritte betrifft die Abzüge: ein Quotenabschlag von fünf Prozent auf den Bruttogewinn und eine Steuer von fünf Prozent auf einen anderen Bemessungsgrundsatz sind zwei verschiedene Zahlen, die sich verschieden auswirken. Jede davon steht in den Bedingungen des jeweiligen Hauses, und keine davon steht auf dem Wettschein.

Der Rest ist Rechnen. Der Gesamteinsatz steht vor dem Absenden der Wette fest, die Zahl der Wetten auch, und die Frage, ob sich das lohnt, hängt daran, wie viele der fünf Auswahlen am Ende treffen. Wer diese drei Dinge vor dem Klick kennt, hat die Wahl, die ihm bleibt, tatsächlich in der Hand.

Häufige Fragen zur Lucky 31

Was ist eine Lucky-31-Wette, und woraus besteht sie?

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette über fünf Auswahlen, in der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Sie bündelt fünf Einzelwetten, zehn Doppeln, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünferkombination, insgesamt also 31 Wetten. Der Gesamteinsatz ist der Teileinsatz multipliziert mit 31, weil jede dieser Wetten einzeln abgerechnet wird.

Wie viele Wetten ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps?

Nach der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten: Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammengenommen. Derselbe Bauplan liegt der Lucky 31 zugrunde. Der Name unterscheidet sich je nach Anbieter, die Zahl der enthaltenen Wetten nicht — sie folgt aus der Zahl der Auswahlen.

Wie unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?

Die Lucky 15 deckt nur vier Auswahlen ab und umfasst 15 Wetten: vier Einzelwetten, sechs Doppeln, vier Dreier und eine Viererkombination. Die Lucky 31 nimmt eine fünfte Auswahl dazu und wächst dadurch auf das Doppelte. Ein fünftes Kreuz verdoppelt also den Gesamteinsatz, weil die zusätzliche Auswahl in jede bestehende Kombination eingeht.

Wie berechnet ein Lucky-31-Rechner den Gesamteinsatz und die Auszahlung?

Der Rechner multipliziert den Teileinsatz mit 31. Für die Auszahlung prüft er, welche Kombinationen aus den getroffenen Auswahlen entstehen, multipliziert deren Quoten zu je einem Preis und zahlt für jede dieser Kombinationen den Teileinsatz mal Preis zurück. Bei einem illustrativen Beispiel mit Quoten von 1,50, 2,00 und 2,50 und 1 € Teileinsatz stehen 7 € Einsatz Rückzahlungen von 1,50 € bis 7,50 € gegenüber, je nachdem, welche Kombinationen treffen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Gewinne aus Systemwetten aus?

Die Steuer von 5,3 % fällt auf den als Einsatz gezahlten Betrag an, vermindert um die Steuer selbst, das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob ein Anbieter sie weitergibt und in welcher Form, steht in seinen eigenen Bedingungen; bei einer Lucky 31 bemisst sie sich am Gesamteinsatz aus 31 Wetten.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Lucky-31-Wetten eine deutsche Erlaubnis auf der Whitelist hat?

Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht der Name des Erlaubnisinhabers neben der Domain, und die Spalte des Sportwettenangebots entscheidet. Eine .de-Domain allein beweist nichts, und eine Erlaubnis für Automatenspiele sagt nichts über das Sportwettenangebot. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge.

Inhalt erstellt vom Team «Boxwetten»