DFB-Pokal wetten 2026 – welche Wege es gibt und wer zu welchem passt

Updated Oktober 2026
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Wer auf den DFB-Pokal setzt, wählt zuerst keinen Tipp, sondern eine Umgebung. Dreißig Einträge führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder im Stand vom 2. Oktober 2026, davon 27 Halter mit einer Sportwetten-Erlaubnis – wer außerhalb dieser Liste bucht, spielt ohne Erlaubnis, ohne Sperrdatei und ohne Limitdatei. Danach erst stellt sich die Frage nach Markt, Quote und Einsatz.

Ein Fußball liegt auf dem Mittelkreis eines Stadionrasens am frühen Morgen, im Hintergrund leere Ränge ohne erkennbare Beschriftung.
Seit 1985 wird das Finale des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Stand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in der Fassung vom 2. Oktober 2026 sowie gegen die veröffentlichten Erlaubnis- und Geschäftsbedingungen der genannten Anbieter.

Erst der Rahmen, dann die Wette

Ein Pokalspiel ist ein Spiel, das nur ein Ende kennt: eines der beiden Teams bleibt liegen, Verlängerung und Elfmeterschießen eingerechnet. In der Liga darf man sich über ein Unentschieden freuen, im Pokal bedeutet es nur, dass noch zwei Halbzeiten dranhängen. Für die Quote ist das kein Detail unter vielen, es ist der Kern des Produkts. Wer den Außenseiter in der Liga auf Remis setzt, hat bei einem 1:1 gewonnen. Im Pokal hat er nichts gewonnen, aber auch nichts verloren – die Wette läuft weiter.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display auf einem Holztisch neben einem Schlüsselbund und einer Brille im Licht eines Fensters.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Gespielt wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften. Am Start sind die 18 Bundesligisten und die 18 Zweitligisten, dazu die ersten vier der 3. Liga und 24 Mannschaften aus den unteren Ligen, in der Regel Verbandspokalsieger. Diese Mischung erklärt mehr über das Wettangebot als jede Quotentabelle: Sie erzeugt Partien zwischen Mannschaften, die in keinem Ligabetrieb je aufeinandertreffen, und mit ihnen Quoten, für die es in der Bundesliga keinen Vergleich gibt. Ein Verbandsligist, der auf einen Erstligisten trifft, bekommt keine Quote, die seine Chancen abbildet, sondern eine, die den Ausschreibungsbedarf der Buchmacher abbildet. Dazwischen liegt der Graubereich, in dem die eigentlichen Entscheidungen fallen.

Der Wettbewerb existiert seit 1935, damals unter dem Namen Tschammerpokal, und er trägt ein Versprechen mit, das keine Liga kennt: Der Sieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League. Für einen Zweitligisten ist ein Halbfinale keine Fußnote, sondern ein wirtschaftlicher Umbau. Für den Buchmacher ist es ein Anlass, die Weiterkommens-Märkte breiter zu staffeln als die reinen Spielausgänge. Der FC Bayern München führt die Siegerliste mit 21 Titeln an, und das ist weniger eine Prognose als eine Beschreibung davon, wie stark der Wettbewerb in Richtung der oberen Ligen kippt.

Das ist der eine Teil der Grundlage. Der andere betrifft die Entscheidung, die jeder vor dem Schein trifft – und sie ist an diesem Wettbewerb schwieriger als in der Liga.

Grundlagen: die Wetten und ihre Bauteile

Was im Pokal überhaupt angeboten wird

Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb eines Wettbewerbs, als Einzel- oder Kombinationswette. Dazu kommen nur die Wettarten, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in ihrem Sportwettprogramm vorgesehen hat. Das klingt nach einer Formalität, ist aber die Grenze, an der viele Marketing-Versprechen enden: Was nicht im Programm steht, darf ein erlaubter Anbieter nicht anbieten, egal wie gut es sich verkauft.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Stichpunkten und ein Bleistift liegen neben einer Kaffeetasse auf einem hellen Holztisch.
Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen; die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal.

Praktisch heißt das für den Pokal: Spielausgang, Weiterkommen, Handicaps, Tore, Ergebnisvarianten und die Turnierwetten auf den Sieger. Gesperrt sind Partien, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind – nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Damit fällt ein Teil des Reizes dieses Wettbewerbs, nämlich die ganz frühe Runde gegen den Dorfverein, rechtlich aus dem Sortiment. Auch manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport fällt komplett heraus: Die Behörde hält fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist.

Wer sich nach den ersten Pokalabenden wundert, warum bestimmte Begegnungen in der Liste fehlen, hat hier die Antwort. Es fehlt nicht der Anbieter, es fehlt die Erlaubnisfähigkeit.

Quote, Auszahlung und die Steuer dazwischen

Eine Quote ist die Zahl, mit der der Einsatz multipliziert wird, wenn die Wette aufgeht. Einsatz mal Quote ergibt die Rückzahlung, und der Gewinn vor Abzug der Kosten ist Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombinationswette werden die Quoten der einzelnen Beine zu einer einzigen Quote multipliziert, was den Schein attraktiv aussehen lässt und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Beine zugleich aufgehen, still kleiner macht. Das ist keine Fußnote zur Kombiwette, das ist ihr Geschäftsmodell.

Die Auszahlung erfolgt erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Bei einem Pokalspiel heißt das: nicht nach 90 Minuten, wenn die Partie in die Verlängerung geht.

Ein Punkt, den fast jede Anbieterseite verschweigt: Auf Sportwetten liegt in Deutschland die Sportwettensteuer nach den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, in Höhe von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst, und nur dessen eigene Bedingungen sagen etwas darüber. Eine Aussage wie „steuerfrei“ ist deshalb kein Naturgesetz, sondern eine Werbeentscheidung. Nebenbei: Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an – eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Für den Pokal hat das eine konkrete Folge, die in der Liga weniger auffällt. Die Steuer verteuert jede Wette unabhängig vom Ergebnis, während die Quoten bei klaren Favoritenkonstellationen ohnehin niedrig liegen. Der Steueranteil ist fix, der Quotengewinn nicht.

Rechtlich sauber: woran ein erlaubter Anbieter zu erkennen ist

Die Whitelist ist der einzige belastbare Test

Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht sie; Bußgelder stehen in § 28a. Die praktische Prüfliste ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 – mehr braucht es nicht, und weniger hilft nicht. Jeder zugelassene Anbieter ist dort mit der Domain verzeichnet, unter der er Sportwetten annehmen darf.

Zwei Dinge, die dabei regelmäßig durcheinandergehen. Erstens: Eine .de-Domain beweist nichts. Die Liste führt zwar ausschließlich .de-Domains, aber eine .de-Adresse lässt sich von jedem registrieren. Zweitens: Nur die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis nimmt Sportwetten an. Hat ein Halter zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, ist das eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt über das Sportwettenangebot nichts. Wer die Whitelist liest, muss genau die Zeile lesen, die zur Sportwette gehört.

Alle zehn Anbieter, die auf dieser Seite verglichen werden, stehen mit ihrer Sport-Domain auf der Liste im Stand vom 2. Oktober 2026. Der Hintergrund der Erlaubnisse ist unterschiedlich: Ein Teil der Häuser ist seit 2020/2021 dabei, ein Teil deutlich später, und die Einträge nennen nur ein Erstdatum – ein Enddatum führt die Liste nicht.

Warum Kontoschutz kein Anhängsel ist

Altersgrenze, Verifizierung und die 72 Stunden

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Wer sich anmeldet, braucht ein Konto pro Anbieter und eine vollständige Verifizierung nach § 6a. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter in Ausnahmefällen höchstens 72 Stunden lang das Spielen erlauben, verbunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. In dieser Frist entscheidet sich, ob das Konto ein Konto bleibt.

Das ist kein bürokratischer Umweg, sondern die Voraussetzung dafür, dass Sperren und Limits überhaupt greifen. Ohne identifizierte Person kann keine Sperrdatei der Welt etwas bewirken.

Ein Limit für alle Anbieter zugleich

Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat – und zwar über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für eine Einzelperson nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit höher gehen; eine Selbstauskunft reicht nicht. Herabsetzen wirkt sofort, Erhöhen erst nach 7 Tagen. Die Wartezeit ist die eigentliche Schutzwirkung: Sie nimmt dem Impuls das Tempo.

Parallelspiel ist untersagt, und die Aktivitätsdatei überwacht es. Wer glaubt, sich die Limits durch Konten bei mehreren Häusern aufteilen zu können, plant gegen ein System, das genau auf diesen Fall gebaut wurde.

OASIS, Panikbutton und was Offshore fehlt

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird. Selbstsperren dauern mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Diese Werkzeuge sind der praktische Teil des Spielerschutzes, und sie gelten auch für Wetten auf ein Pokalspiel, an dem an einem Mittwochabend drei Dinge gleichzeitig schieflaufen.

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängen weder an OASIS noch an LUGAS. Das ist der sachliche Unterschied, um den es in der ganzen Diskussion geht, und er ist mehr wert als jede Quotendifferenz: Bei einem unerlaubten Anbieter gibt es keine Sperre, kein gemeinsames Limit, keine aufsichtsrechtliche Beschwerdestelle und keine Auszahlungsfrist, die jemand durchsetzt. Dafür sind höhere Limits möglich. Wer das als Freiheit verkauft, sollte den Preis mit nennen.

Bei erlaubten Anbietern liegen die Kundengelder auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Zahlungen sind nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen und unterscheidet sich von Haus zu Haus.

Was ein Verstoß kostet – und was nicht

Das Veranstalten ohne Erlaubnis ist nach § 284 Strafgesetzbuch mit bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht belegt – daraus folgt weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatisierung. Die Behörde arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorerener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesagt ist damit niemandem etwas. Wer heute bei einem Anbieter außerhalb der Whitelist setzt, setzt in der Hoffnung auf einen Rechtsstreit, nicht auf ein Recht.

Sauber formuliert lautet die Wahl so: Die Whitelist bringt Rechtssicherheit und Spielerschutz und kostet 1.000 € Standardlimit, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen vom eigenen Konto. Das Ausland bringt höhere Limits und kostet jeden dieser Schutzmechanismen. Beides ist eine Entscheidung, nur eine davon ist eine mit Netz.

Live und Cash Out: was während des Spiels noch offen ist

Ein Pokalspiel live zu begleiten ist verlockend, weil es so aussieht, als könnte man den Verlauf mitlesen und danach handeln. Die Regeln für Livewetten setzen dem eine klare Grenze. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis möglich oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein ähnliches Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht – sie kommen zu häufig, um als seltenes Ereignis zu gelten.

Wer sich fragt, wo live auf das DFB-Pokalfinale gewettet werden kann, landet bei denselben zehn Anbietern wie beim Vorabmarkt, und die erlaubten Märkte sind dieselben. Der Unterschied liegt nicht in der Erlaubnis, sondern im Spielverlauf: Was im Wettprogramm eines Anbieters während der Partie noch offensteht, hängt am Geschehen. Nach einem frühen Tor verschwinden die Märkte, die es abzubilden hätten, und es entstehen neue auf den nächsten Treffer. Der Markt, den man am Vorabend geplant hat, ist dann oft schon zu.

Das ist keine technische Panne, sondern die Folge einer Regel, die genau das verhindern soll, was Livewetten sonst wären: Dauerwetten auf Sekundenereignisse, bei denen das Tempo den Verstand überholt.

Cash Out ist eine Funktion, keine Rechtsfigur

Für den Cash Out existiert weder eine gesetzliche Regelung noch eine Vorgabe der Aufsichtsbehörde. Er ist ausschließlich ein Feature des jeweiligen Anbieters, mit den Konditionen dieses Anbieters. In der App-Beschreibung der Tipico Sportwetten App wird „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein genannt, neben Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Der Entwickler dort ist die Tipico B2B Ltd.

Der Reiz liegt auf der Hand, der Preis weniger. Ein vorzeitiger Ausstieg aus einer laufenden Wette wird zu jenen Konditionen abgerechnet, die der Anbieter im Moment der Anfrage stellt – und diese Konditionen liegen in der Regel schlechter als die ursprüngliche Quote durchgehalten hätte. Cash Out verkauft das Beenden einer Wette als Dienst am Kunden; bezahlt wird er von dem, der ihn nutzt. Wer ihn trotzdem schätzt, sollte ihn als Preisabsicherung verstehen, nicht als Gewinnstrategie: Bei einer Wette, die ohnehin schon eingeschlagen ist, ist der Ausstieg teuer, bei einer, die nur noch theoretisch lebt, manchmal billiger als die Realität.

Tipps, Prognosen und ihre Grenzen

Was Statistik in einem K.-o.-Spiel wirklich trägt

Prognosen stützen sich auf Statistik, Formkurven und Auslosung. Sie bleiben Einschätzungen. Ein sicherer Tipp existiert im K.-o.-System nicht, und zwar nicht aus Vorsicht, sondern aus Konstruktion: Ein einziges Spiel entscheidet, Verlängerung und Elfmeterschießen sind eingerechnet, und die Zahl der Beobachtungen, aus denen man ableiten könnte, ist mit einem Spiel pro Paarung praktisch null. In der Liga sind 34 Ergebnisse ein Datensatz. Im Pokal ist dasselbe Aufeinandertreffen ein Ereignis.

Wer trotzdem sauber arbeiten will, arbeitet mit drei Größen, die tatsächlich tragen. Die Formkurve beider Mannschaften über die letzten Wochen, einschließlich der Frage, ob ein Erstligist im Winter mitten in der englischen Woche in Runde zwei antritt. Die Auslosung, denn ein Heimspiel gegen einen Zweitligisten ist etwas anderes als ein Auswärtsspiel bei einem Verbandsligisten mit vollem Block. Und der Spielplan, weil die Termine dieses Wettbewerbs den Ligabetrieb durchschneiden und Rotation erzwingen.

Die Quoten-Landschaft, in der man tippt

Über den einzelnen Tipp entscheidet weniger die Einsicht als der Markt, in dem er gesetzt wird. In den frühen Runden ist die Spreizung der Quoten am größten, weil Informationsangebot und Ausschreibungsinteresse gleichermaßen dünn sind. Rund um das Achtel- und Viertelfinale wird der Markt tiefer, die Quoten enger, die Auswahl an Märkten breiter. Im Finale ist er am transparentesten – und das Publikumsinteresse am höchsten.

Dasselbe Prinzip gilt innerhalb eines Spiels. Bei einer Paarung zwischen einem Erstligisten und einem unterklassigen Gast sind die Quoten auf den Favoriten niedrig. Sie sind niedrig, weil die Mannschaft tatsächlich meist gewinnt, aber auch, weil fast das gesamte Publikumsgeld in dieselbe Richtung fließt und der Anbieter sich gegen die einseitige Last absichert. Der zweite Grund ist der, den die Quotentafel nicht verrät, und es ist der Grund, warum ein Blick auf die Marge mehr über einen Anbieter sagt als ein Blick auf die schönste Einzelquote.

Was in dieser Quoten-Landschaft nicht funktioniert: auf eine Turnierwette im frühen Dezember zu setzen und dann die gesamte Saison mit der Wette im Kopf zu verbringen. Sie bindet Geld und Aufmerksamkeit über Monate, und beide haben einen Preis.

Der Unterschied zwischen einer guten Quote und einem guten Geschäft

Der Begriff „beste Quoten“ steht auf fast jeder Anbieterseite, und er ist selten eine Angabe über das ganze Sortiment. Selbst dort, wo eine Untersuchung tatsächlich einen Spitzenplatz belegt, gilt er für eine Auswahl. Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist damit auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. 45 % ist eine gute Zahl und zugleich die klarste Selbstbeschränkung der Branche: Bei 55 % der untersuchten Quoten war der Anbieter nicht der günstigste. Wer diese Zahl liest, weiß genau, was er bekommt, und was nicht.

Die praktische Regel daraus ist unbequem und einfach. Der Vergleich lohnt sich nicht beim prominentesten Markt, sondern bei dem, den man tatsächlich spielt. Wer im Pokal regelmäßig die Weiterkommens-Wette nutzt statt des reinen 1X2, sollte die Weiterkommens-Quoten vergleichen, nicht die Spielausgangs-Quoten. Und wer Kombiwetten spielt, sollte wissen, dass sich ein Quotenvorteil beim Zusammenmultiplizieren genauso multipliziert wie ein Nachteil.

Die Wettarten: vom Spielausgang bis zum Sieger

Was jeweils gesetzt wird

Der Kern des Pokalangebots sind vier Familien. Der Spielausgang bildet das Ergebnis innerhalb der regulären Spielzeit ab, also nach 90 Minuten zuzüglich Nachspielzeit – hier gibt es das Remis, und hier hat das K.-o.-Format, obwohl es die Realität des Abends ist, noch keinen Einfluss auf die Abrechnung. Das Weiterkommen löst dieses Spannungsverhältnis auf, indem es die Verlängerung und das Elfmeterschießen einschließt. Handicap- und Torwetten verschieben den Blick vom Ergebnis auf den Abstand. Die Turnierwetten schließlich behandeln die Frage, welcher Verein im Berliner Finale gewinnt.

Genau hier entscheidet sich, welcher Leser welche Wette nimmt. Wer ein Spiel in der zweiten Runde begleitet und dabei zusehen will, wie sich das Blatt dreht, gehört ins Umfeld des Live-Marktes mit seinem engen Angebot. Wer die eigene Einschätzung eines Kräftverhältnisses ausdrücken will, ist mit dem Weiterkommen besser bedient als mit dem 1X2, weil ihn sonst das Unentschieden aussperrt. Wer im September schon eine Meinung hat und sie bis Mai tragen will, nimmt die Turnierwette und zahlt dafür mit gebundenem Kapital und einem langen Zeitraum ohne Information – zwischen Auslosung und Finale kann eine Mannschaft die Saison verlieren, ohne aus dem Pokal auszuscheiden.

Das Finale und seine Umgebung

Seit 1985 wird das Finale im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Ein Endspiel an einem festen Ort mit einem Termin weit vorher ist quotentechnisch die sichtbarste Partie des Jahres und gleichzeitig die, über die am meisten geschrieben wird. Die vergangenen beiden Auflagen zeigen, wie weit die Spanne reicht: 2025 gewann der VfB Stuttgart mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld, 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart. Ein Drittligist im Finale und ein Titelverteidiger, der es erneut ins Endspiel schafft – das ist nicht die Ausnahme in diesem Wettbewerb, sondern der Grund, warum er so viele Scheine bewegt.

Für die Quotenbewertung folgt daraus eine unbequeme Wahrheit: Der Finalmarkt ist der liquide­ste und der kompetitivste des Jahres, und trotzdem ist er der am schwersten zu schlagende, weil die Informationslage vor dem Spiel in beide Richtungen nahezu symmetrisch ist.

Die Marge im Beispiel: aus 2,10 / 3,40 / 3,60 wird eine Spanne

Die Marge lässt sich an einem beliebigen 1X2-Markt zeigen. Nehmen wir ein illustratives Beispiel mit den Quoten 2,10 auf die Heimmannschaft, 3,40 auf das Remis und 3,60 auf die Auswärtsmannschaft – ausdrücklich ein Rechenbeispiel, keine notierte Quote eines Anbieters und keine Aussage über eine bestimmte Partie.

Über alle drei Ausgänge eines Marktes hinweg ergibt sich der Anteil, den der Markt zurückzahlt, aus dem Kehrwert der Summe der Kehrwerte der drei Quoten. Bei 2,10, 3,40 und 3,60 sind das 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60), was einen Auszahlungsanteil von rund 95,4 % und damit eine Marge von etwa 4,6 % ergibt. Von jedem Euro, der in diesem Markt liegt, behält der Anbieter also knapp fünf Cent, bevor das Spiel angepfiffen ist. Die Marge ist kein Zufallsprodukt und kein Aufschlag auf die Auszahlung: Sie ist die Differenz zwischen dem, was eingezahlt wurde, und dem, was zurückfließt.

Das ist der Punkt, an dem die Zahl neben der Zahl stehen muss. Eine Einzelquote von 2,10 sieht nach einem soliden Preis aus. Erst wenn daneben steht, dass dieser Markt rund 4,6 % abzieht, weiß der Leser, was er bezahlt – und dass die 2,10 nichts darüber sagt, ob der Anbieter bei diesem Markt günstig oder teuer ist. Die Marge eines 1X2-Marktes ist außerdem nicht die Marge eines Handicap- oder Kombinationsmarktes. Wer den Anbietervergleich führt, muss ihn im selben Markt führen; ein Vergleich zwischen verschiedenen Märkten vergleicht nicht die Häuser, sondern die Sportarten der Wette.

Und sie ist ein Beispiel mit Bedingungen. Bei einem so gleichmäßig quotierten Feld liegt die Marge des Beispiels bei rund 4,6 %. Bei klareren Favoritenkonstellationen, etwa in der ersten Runde, staffeln Anbieter engere Quoten und halten typischerweise etwas weniger zurück; bei Märkten mit dünnem Ausschreibungsinteresse, wie manchen Sonder- und Nebenspielen, fällt sie deutlich höher aus. Eine belastbare Aussage über einen Anbieter entsteht deshalb nicht aus einer einzelnen Quote, sondern aus mehreren Märkten desselben Hauses am selben Tag.

Rahmen des Wettbewerbs: Spielplan, Runden und Berlin

Vom Verbandspokalsieger bis zum Endspiel

Der Weg durch den Pokal beginnt nicht im Stadion, sondern in den regionalen Verbandspokalen: 24 der 64 Teilnehmer qualifizieren sich in der Regel als Verbandspokalsieger. Der Rundenplan folgt der Saison, und die Termine fallen in die laufende Liga – ein Umstand, den man erst versteht, wenn man einmal versucht hat, parallel Bundesliga und DFB-Pokal zu tippen. Die frühen Runden liegen eng beieinander, danach reihen sich die Spiele in den Rhythmus der Liga ein. Die Finalrunde findet im Mai statt; seit 1985 in Berlin, wie es die Runde um das Endspiel bereits beschrieben hat.

Diese Struktur ist der zweite große Quell der Quotenunterschiede, neben dem K.-o.-Format. Solange die Liga läuft, entscheidet jeder Anbieter selbst, wie viele Ressourcen er in die Bepreisung einer Pokalzwischenrunde steckt. Die Ausschreibungstiefe schwankt deshalb mit dem Termin stärker als mit der Mannschaft. Eine Partie in der englischen Woche ist quotentechnisch eine andere als dieselbe Paarung an einem freien Wochenende.

Stellung des Wettbewerbs und warum das für das Angebot zählt

Der DFB-Pokal ist für die Vereine kein Nebenwettbewerb, sondern der kürzeste Weg in den internationalen Wettbewerb. Der Sieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League. Für einen Verein aus dem Mittelfeld ist ein gewonnenes Pokalspiel die realistischere Eintrittskarte nach Europa als ein Platz in der Liga. Genau diese Konstellation – ein Zweitligist, der im Februar noch eine Chance auf Europa hat – erzeugt in der Runde vor dem Viertelfinale ein Quotenbild, das es in der Liga nicht gibt: Die Mannschaften haben erkennbar mehr zu gewinnen als in einem gewöhnlichen Ligaspiel, und das verschiebt sowohl ihren Auftritt als auch die Erwartung des Publikums. Aus Sicht des Buchmachers ist das ein Vorteil, weil es mehr Publikumsgeld in beide Richtungen lenkt.

Aus Sicht des Wettenden ist es ein Risiko, das kein Statistikmodell sauber abbildet. Eine Mannschaft mit Aussicht auf Europa spielt anders, und sie spielt nicht besser.

Der Vergleich: zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis

Wer im DFB-Pokal setzen will, wählt zwischen zehn Häusern, die alle dasselbe dürfen und alle der Whitelist unterliegen. Die Unterschiede liegen nicht in der Erlaubnis, sondern in der Erlaubnisgeschichte, in den Zahlungswegen, im Umfang des Wettprogramms und darin, wofür sich das Haus sonst positioniert.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bpremium geführt, Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
DAZN Bet geführt, DZBT Operations Limited 22.08.2023
Tipico geführt, Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
MERKUR BETS geführt, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Sportwetten.de geführt, NetX Betting Limited 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022
Bet3000 geführt, I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
bet-at-home geführt, Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
bwin geführt, bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
888sport geführt, 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Tiptorro geführt, Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022

Die Spalte mit dem Erstdatum liest sich wie eine langweilige Verwaltungsangabe und ist tatsächlich die aufschlussreichste des Vergleichs. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre. Wer 2020 eingestiegen ist, steht 2026 in der Verlängerungsphase; die Liste nennt dazu nur ein Datum, kein Ablaufdatum. Wer 2026 eingestiegen ist, hat einen neuen Marktzugang vor sich. Für den Wettenden ist das insofern relevant, als ein halbes Jahrzehnt im regulierten Markt bedeutet, dass Prozesse, Verifizierung und Limithandhabung eingespielt sind – während ein sehr junger Eintrag eben auch bedeutet, dass diese Routinen noch frisch sind. Kein Qualitätsurteil, aber eine Frage, die man stellen darf.

Was der Vergleich nicht zeigen kann: die Quote. Die Whitelist sagt nichts über Preise, und kein Anbieter veröffentlicht seine Marge. Wer Preise vergleichen will, vergleicht sie am Spieltag im selben Markt, wie es das Margen-Beispiel oben vorführt.

Die Anbieter im Einzelnen

bpremium: das Haus mit der längsten Erlaubnisgeschichte in dieser Runde

Betrieben wird bpremium von der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799; so steht es in den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Sportwetten-Erlaubnis führt die Whitelist seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Das ist eine der ältesten Sportwetten-Erlaubnisse dieses Vergleichs, und sie stammt damit aus der ersten Welle des regulierten Marktes.

Die traditionsreiche Marke dahinter ist kein Zufall, sondern erklärt den Zuschnitt: bpremium richtet sich an Wettende, die den Wettschein als selbstverständliches Werkzeug behandeln und keine Einführung brauchen. Für den Pokal heißt das praktisch, dass sich die Frage nicht stellt, ob es das Produkt gibt, sondern ob die Bepreisung in den Runden mithält. Wer ein Haus mit eingespielter Verwaltung sucht – Verifizierung, Limitdatei, Zahlungsabwicklung –, findet hier eine der belastbarsten Spuren der Liste.

Das Erstdatum 2020 ist zugleich der Punkt, an dem diese Erlaubnis 2026 in die Verlängerungsphase läuft. Dass die Whitelist kein Ablaufdatum führt, ist ein Detail, das man kennen sollte, bevor man ein Datum als Sicherheit liest.

DAZN Bet: Sportübertragung als eigentlicher Hintergrund

Hinter DAZN Bet steht die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Das Haus ist damit deutlich jünger im regulierten Markt als die erste Gruppe und stammt aus einer Phase, in der der Markt schon konsolidiert war.

Der Name verrät das Geschäftsmodell: Wer ein Sportabonnement besitzt, für den ist der Wettschein ein zweiter Bildschirm im selben Haushalt. Für den DFB-Pokal ist das ein passendes Argument, weil das Begleiterlebnis hier stark ist – ein Pokalabend, den man ohnehin verfolgt, verträgt eine zweite Meinung zum Spiel. Die Kehrseite: Wer sich ein Haus nach seiner Übertragung auswählt, wählt nach einem anderen Kriterium als dem Preis. Und der Preis ist der Teil, den der Anbieter nicht bewirbt.

Wer ohnehin im Abo steckt, bekommt hier den bequemsten Weg zur Wette. Wer den bequemsten Weg nicht braucht, bekommt keinen Grund, zu wechseln.

Tipico: die App mit dem Cash-Out im Vordergrund

Tipico Co. Limited ist Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis für Tipico, erstmals erteilt am 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Das Haus gehört ebenfalls zur ersten Welle. Auffällig ist weniger die Erlaubnis als die Produktbetonung: Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, und in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt.

Das ist die klarste Positionierung im Feld: Kontrolle und Live-Begleitung statt reiner Vorabmarkt. Für Pokalabende mit engen Spielverläufen ist das genau die Funktion, die den Unterschied zwischen Zusehen und Handeln ausmacht. Der Haken steckt in der Mechanik, die im Abschnitt zum Cash Out beschrieben ist – die Kontrolle ist eine, die man bezahlt.

Wer während der Partie eingreifen will und das Bewusstsein für den Preis mitbringt, hat hier eines der passendsten Angebote der Liste. Wer ein Ergebnis bis zum Ende durchhält, braucht die Funktion nicht und zahlt sie auch nicht.

MERKUR BETS: spät im Markt, breit im Haus

Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta, betreibt MERKUR BETS; die Gemeinsame Glücksspielbehörde führt die Domain seit dem 6. November 2023 mit Sportwetten-Erlaubnis. Der Eintrag ist also rund drei Jahre jünger als die älteste Erlaubnis dieses Vergleichs.

Die Marke kommt aus der Spielbankenwelt, und das prägt die Erwartung: ein Haus, das Sportwetten als Erweiterung eines breiten Angebots betreibt, nicht als Kernprodukt. Für den Pokal ist das neutral – die erlaubnisfähigen Märkte sind einem Sportwettenanbieter vorgeschrieben, nicht seiner Herkunft. Interessant ist es für Wettende, die mehrere Produkte unter einem Konto bündeln wollen.

Die Herkunft aus dem Automaten- und Casinobereich bedeutet allerdings nicht, dass die dortigen Regeln hier gelten. Die Limite für Automatenspiele sind eigene, und wer sein Einzahlungslimit kennt, kennt es als das übergreifende Monatslimit – nicht als das, was eine Casino-Konfiguration anzeigt.

Sportwetten.de: der Name als Programm

Für Sportwetten.de ist in der GGL-Übersicht die NetX Betting Limited mit Sitz in 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta, geführt. Die Sportwetten-Erlaubnis läuft seit dem 19. November 2020, die Folgeerlaubnis datiert vom 16. Dezember 2022. Auch dieses Haus gehört zur Gründergruppe des regulierten Marktes.

Die Domain ist der Name, und der Name ist das Versprechen: kein Fußballverein, kein Fernsehsender, keine Spielothek, sondern schlicht Sportwetten. Das klingt banal und ist im Vergleich ein Vorteil für den Einstieg, weil die Seite selbst erklärt, was sie tut. Beim Pokal zeigt sich der Nutzen in der Tiefe der Turnierwetten – ein Haus, das nichts anderes macht, hat mehr Grund, den Weg durch vier Runden abzubilden als ein Haus, das ihn als Anhang führt.

Was der Name nicht verrät, verrät auch kein anderes Haus: wo die Marge liegt. Bei einem Anbieter, dessen ganzes Selbstverständnis das Wetten ist, wäre das die erste Frage, die man mit einer eigenen Quotenstichprobe beantwortet.

Bet3000: der jüngste Eintrag im Feld

Als Veranstalter unter Bet3000 führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta. Das Erstdatum der Erlaubnis ist der 22. April 2026 – der jüngste Sportwetten-Eintrag dieser zehn Häuser.

Ein so frischer Eintrag ist der Gegenentwurf zu den Verlängerungsfällen. Bet3000 kommt nicht mit einem halben Jahrzehnt regulatorischer Routine, dafür mit der Chance, ein Produkt ohne Altlasten aufzusetzen. Für den Pokal bedeutet das konkret, dass man die Verifizierungsstrecke beim ersten Mal selbst testet, statt sich auf Erfahrungswerte anderer zu verlassen. Das ist kein Nachteil, aber es ist ein Unterschied, den man vor dem ersten Einsatz merkt und nach dem ersten Einsatz vergisst.

Wer neu im Markt einsteigt, hat hier am ehesten die Chance auf ein Sonderangebot zum Markteintritt. Wer die eingespielte Verwaltung sucht, findet sie in den älteren Einträgen.

bet-at-home: Sportwetten und Automaten in derselben Erlaubnisakte

Auf der Whitelist ist für bet-at-home die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und zusätzlich einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Das ist der einzige Anbieter dieses Vergleichs, bei dem die Sportwetten-Erlaubnis und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele so nah beieinander in derselben Akte stehen.

Für den Wettenden ist das eine Information, die man falsch lesen kann. Die beiden Erlaubnisse sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, und die eine sagt nichts über die andere. Die Sportwettenseite hat es hier mit einem langjährigen Haus zu tun, das im deutschen Markt eingespielt ist und dessen Struktur beim Pokal keine Überraschungen erwarten lässt.

Wer Sportwetten und Automatenspiele in einem Konto führen möchte, muss wissen, dass die Schutzregeln dort nicht ineinander übergehen – die Sperrdatei und das Monatslimit sind übergreifend, die produktspezifischen Bestimmungen nicht.

bwin: die Marke mit der breitesten Wiedererkennung

Für bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis datiert vom 23. Dezember 2022. Damit steht auch dieses Haus in der ersten Reihe, und es steht dort mit einem der bekanntesten Namen des europäischen Sportwettengeschäfts.

Ein bekannter Name ist beim Pokal aus einem Grund relevant, der nichts mit der Quote zu tun hat: Er sorgt für Liquidität im Markt. Wo viele Wettende unterwegs sind, ist die Ausschreibung in standardisierten Märkten tendenziell tiefer, und die Abweichungen zwischen den Häusern werden kleiner. Kleiner heißt nicht null; es heißt, dass die Quotenjagd weniger ertragreich ist, während die Wette selbst einfacher zu platzieren ist.

Wer Verlässlichkeit in der Abwicklung vor die letzte Nachkommastelle stellt, findet hier das größte Versprechen dieser Art im Feld. Wer die letzte Nachkommastelle sucht, wird woanders suchen müssen.

888sport: die börsennotierte Gruppe im Rücken

Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für 888sport ist die 888 Germany Limited, Erstdatum 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Erlaubnis fällt damit in die zweite Welle. Hinter dem Anbieter steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist.

Eine börsennotierte Muttergesellschaft ist für den Wettenden kein Ausschlusskriterium und kein Gütesiegel für die Quote – aber sie bedeutet Berichtspflichten, die ein Privatunternehmen nicht hat. Für den DFB-Pokal ist das vor allem in der Abwicklung relevant: Bei einem Haus mit dieser Struktur ist die Zahlungsabwicklung selten der Punkt, an dem ein Nutzer hängenbleibt.

Der Unterschied zu den bekannteren deutschen Namen liegt im Bekanntheitsgrad, nicht in der Erlaubnis. Wer über den Wettbewerb auf den Anbieter stößt, hat hier ein Haus vor sich, das im Hintergrund größer ist, als es im deutschen Fußballpublikum erscheint.

Tiptorro: der spezialisierte Wettanbieter mit Aufsichtsversprechen

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited auf Malta angeboten; diese beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. In der Whitelist ist die Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro seit dem 30. Juni 2021 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 – dieselbe Erlaubniswelle wie beim vorigen Anbieter.

Bemerkenswert ist der Zuschnitt. Torro Tec ist kein Ableger eines Fernsehsenders, keiner Spielbank und keiner internationalen Wettbörse, sondern ein auf Sportwetten spezialisiertes Unternehmen, das die Aufsicht selbst als Verkaufsargument in die App-Beschreibung schreibt. Für den Pokal heißt das: ein Anbieter, bei dem der Wettschein nicht der Anhang eines anderen Produkts ist. Wer die Aufsichtsunterstellung als Positionierung ernst nimmt, findet hier eines der spitzesten Profile der Liste.

Was diese Positionierung nicht liefert, ist ein Quotenvorteil. Sie sagt nur, wer die Wette veranstaltet.

Welcher Weg zu welchem Leser passt

Die zehn Häuser unterscheiden sich nicht darin, was sie dürfen, sondern darin, wofür man sie nimmt. Wer die längste Spanne im regulierten Markt sucht, landet bei den Erlaubnissen aus dem Oktober 2020. Wer ein junges Produkt ohne Altbestand testen will, wird bei dem Eintrag von 2026 fündig. Wer während des Spiels eingreifen will, achtet auf die Kontrollfunktionen am Wettschein statt auf die Höhe des Willkommensangebots. Wer eine Turnierwette über Monate durchhält, braucht dagegen vor allem günstige Zahlungswege und ein Haus, das den Turnierbaum wirklich abbildet.

Das ist die Wahl, um die es hier geht, und sie ist keine Geschmacksfrage. Die Whitelist hat er alle gemeinsam; die Unterschiede liegen in der Erlaubnisgeschichte, im Produktschwerpunkt und in der Frage, wie tief ein Haus einen Wettbewerb bepreist, der aus vier Runden und 63 Spielen besteht. Wer nach dem Angebot auswählt, wählt nach etwas, das er am Spieltag mit zwei Häusern selbst prüfen kann: gleicher Markt, gleiche Begegnung, gleiche Zeit, nebeneinandergelegte Quoten.

Zumwillkommensbonus noch ein Satz, der keinem Anbieter gehört: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus der Höhe nach festlegt oder begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer ein Angebot bewertet, liest also nicht die Anzeige, sondern die Bedingung – und sucht darin die drei Zahlen, die den Wert bestimmen: Umsatzbedingung, Mindestquote und Frist.

Häufige Fragen zu DFB-Pokal-Wetten

Wo lässt sich während des Pokalfinals live wetten, und was ist dabei erlaubt?

Live setzen lässt sich bei jedem der zehn genannten Anbieter, die alle über eine Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist verfügen. Erlaubt sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor oder ein ähnlich seltenes Ereignis. Der nächste Punkt oder Korb fällt darunter nicht.

Woran erkennt man einen Anbieter, bei dem Pokalwetten erlaubt sind?

Nur an der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, im geprüften Stand vom 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen. Entscheidend ist die Zeile zur Sportwetten-Erlaubnis: Dort steht die Domain, unter der tatsächlich Sportwetten angenommen werden. Eine .de-Adresse allein beweist nichts, und eine Casino-Erlaubnis sagt nichts aus.

Wie berechnet sich die Auszahlung, und was macht die Sportwettensteuer?

Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Gewinn vor Kosten liegt bei Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der Beine multipliziert. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende; ob er sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen.

Wie wird abgerechnet, wenn ein Pokalspiel in die Verlängerung geht?

Das hängt am Markt. Der Spielausgang bezieht sich auf das Ergebnis der regulären Spielzeit, das Unentschieden bleibt dort ein möglicher Ausgang. Die Wette auf das Weiterkommen schließt Verlängerung und Elfmeterschießen ein. Ausgezahlt wird erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung.

Warum sind die Quoten gegen unterklassige Gegner so niedrig?

Weil der Favorit meistens gewinnt und weil Publikumsgeld einseitig in diese Richtung fließt, sodass sich der Anbieter absichern muss. In einem illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 % und die Marge bei etwa 4,6 % – ein Beispiel, das die Größenordnung zeigt, nicht eine notierte Quote. Bei klaren Favoritenkonstellationen fällt sie tendenziell niedriger aus, bei dünn ausgeschriebenen Sondermärkten deutlich höher. Im Vergleich zweier Häuser zählt die Marge desselben Marktes am selben Tag.

Inhalt erstellt vom Team «Boxwetten»